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Cserdi- Abschluss unserer Arbeitswoche

Young wirket europ.

Eindrücke der Woche

 

Wir sitzen nun beieinander und lassen die Eindrücke der letzten Woche Revue passieren. Die Tage sind zu kurz und wir haben so viel erlebt, da reichen diese paar Zeilen nicht aus.

Es ist unglaublich, was alles in den vergangenen Tagen passiert ist und geleistet wurde.

Wir konnten unsere Arbeiten am Holocaust- und am Europadenkmal abschließen.
Das Denkmal hat eine Vorderseite, die Europadenkmal genannt wird und die Rückseite ist das Holocaustdenkmal.

Unser Gespräch am Holocaustdenkmal

imageWir sitzen vor dem Denkmal und sprechen miteinander über die Geschichte der Verfolgten

Arbeiten am Rahmen des Eisenreliefs

imageDie Verfolgten auf dem Relief

Die Konturen des Reliefs werden nachgearbeitet

imageJedes Detail wird rausgearbeitet

Alle arbeiten, schleifen und streichen mit, damit die Konturen nun lange zu sehen sind

imageAlle helfen mit.

Die Teilnehmer haben so respektvoll an dem Denkmal gearbeitet. Das liegt zum großen Teil an den Emotionen, die sie zu diesem Denkmal aufbauen konnten.
Zu Beginn haben wir gemeinsam mit den Dorfbewohnern am Holocaustdenkmal gesessen und darüber gesprochen, was auf dem Bild zu sehen ist und was das Denkmal darstellt.

Es ist die Endstation eines Schienenstranges, der vor dem Konzentrationslager endet.
Jeder war ganz nachdenklich und berührt als Laszlo Bogdan von den Gräueltaten erzählte, die den Menschen und auch Kindern dort widerfahren ist.
Jeder Teilnehmer hat nun von Laszlo die Möglichkeit bekommen sich ein Wort oder Bild zu überlegen, was er an der Seite des Holocaustdenkmals einritzen kann.
Einige Worte haben die Teilnehmer schon geäußert, sie sind sehr persönlich: Traurigkeit, Großvater, Vergebung,…
Eine Teilnehmerin hatte die Idee, das wir die Worte nach dem Kirchgang am Sonntag verewigen werden und dann jeweils eine Kerze auf die Schienen stellen.

Die ersten Steine werden vor der St. Martins Kapelle verlegt

Die ersten Steine werden auf der Bodenplatte verlegt
imageDer Platz vor der Kirche ist fast fertig

 

imageDie Umrandung des Kreuzes wird gefertigt
imageLaci ist überwältigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bürgermeister Laszlo Bogdan ist zu Tränen gerührt als er die eingesetzten Sterne in der Bodenplatte sieht

 

 

 

 

 

Da die Arbeiten an der Sankt Martins Kirche auch weitgehend abgeschlossen wurden, werden wir am Sonntag dort gemeinsam einen Gottesdienst feiern.
Die Arbeiten an der Kirche sind den Bewohnern so wichtig, denn viele sind sehr gläubig.
Es gab so viele helfende Hände, die bei sengender Hitze mit angepackt haben um den Vorplatz zu pflastern.

Wie titelte die hiesige Zeitung so schön „Steine schaffen Freundschaften“. Selbst im Eiscafe wurden wir erkannt, da die Zeitung dort gelesen wurde.

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Wie bereits beschrieben wurden die nun 200 Jahre alten Steine herbeigeschafft, jeder einzeln geschrubbt und gesäubert und dann auf dem von uns angefertigten Fundament verlegt.
Nachdem das geschehen war konnten nun die bereits zu Hause angefertigten kleinen Sterne, auf die Namen von Friedenstiftern wie Mutter Theresa, Nelson Mandela oder auch Gandhi gelasert wurden, eingefräst und geklebt werden.

Ein ganz besonderer Moment hat sich heute zugetragen als der große Stern mit der Aufschrift Sankt Martin in die Steine eingefügt wurde.
Der Bürgermeister war so ergriffen, dass er feuchte Augen bekommen hat.
Auch die Menschen und Teilnehmer, die dies miterleben durften waren davon tief bewegt und haben diesen Augenblick auf Bildern festgehalten. Ich glaube, dass auch einige von uns erstmal schlucken mussten.

Wir freuen uns darauf zu erleben, wenn alle Kirchgänger am Sonntag das Werk sehen können.

Unser letztes Projekt ist nun der Brückenbau. Die Brücke wird zum Europa- und Holocaustdenkmal führen. Es ist sehr symbolträchtig, dass diese Verbindung zum Ende noch geschaffen werden kann, nachdem die Brücke zwischen den Menschen bereits gebaut wurde.

Ein Bild der alten Brücke

imageDie alte Brücke.

Das Gerüst der neuen Brücke, nachdem die Bretter zugeschnitten, geschliffen und das Betonfundament getrocknet war.

imageDas gegossene Fundament hält und die Stützbalken wurden verlegt.

Trotz der vielen Aufgaben hat Thomas es heute auch noch geschafft die Teilnehmer bei dieser Arbeit zu unterstützen. Die Fundamente wurden gestern gegossen und heute konnten die Schleif- Fräs- und Zuschneidearbeiten ein gutes Stück vorangebracht werden.

 

 

 

Eine kleine Gruppe konnte sich heute mit unserem Gastgeschenk für das Dorf beschäftigen. Wir werden ihnen zwei Fußballtore schenken. Davon soll aber keiner im Dorf wissen. So schneiden, schleifen und streichen wir die Tore „heimlich“ hinter dem Haus.
Wir bekommen auch dort stets Besuch von den hilfsbereiten Frauen aus dem Dorf.
Daher sind wir gespannt, wie geheim es bleibt,wenn die Tore am Dienstag zusammen mit den Kindern fertig stellen und verschenkt werden.

imageDie Überraschung wird vorbereitet. Ein Fußballtor entsteht.

 

Jetzt gehts aber erstmal ins Wochenende und wir freuen uns auf das morgige Fußballturnier, wo wir, Cserdi und das Nachbardorf gemeinsam kicken werden. Wahrscheinlich nicht ganz auf Weltmeisterschaftsniveau :-)